Aldrei fór ég suður: Ísafjörðurs kostenloses Oster-Rockfestival

Ein Festival ohne Tickets und ohne Gagen
Aldrei fór ég suður – „Ich bin nie nach Süden gegangen“ – findet seit 2004 an jedem Osterwochenende in Ísafjörður statt. Die Idee dazu hatten der Musiker Mugison (Örn Elías Guðmundsson) und sein Vater Guðmundur Kristjánsson, ein ehemaliger Hafenmeister der Stadt, nachdem Mugison auf einem Festival in London gespielt hatte und ein ähnliches Erlebnis in seine Heimat, die Westfjords, bringen wollte. Der Name stammt von einem Song von Bubbi Morthens, in dem es darum geht, lieber vor Ort zu bleiben, anstatt nach Süden nach Reykjavík zu ziehen – was das gesamte Ethos des Festivals perfekt auf den Punkt bringt: ein echtes, lokales Event, das seine Heimatstadt nie verlassen hat.
Die wichtigste Regel gilt seit der ersten Ausgabe: Der Eintritt ist immer frei und die auftretenden Bands erhalten keine Gage. Was als einzelner Konzertabend begann, hat sich zu einem Programm entwickelt, das von Donnerstag bis Sonntag über das Osterwochenende läuft und isländische Künstler anzieht – von etablierten Namen bis hin zu Newcomern, die zum ersten Mal auf der Bühne stehen.
Kleine Säle, hautnahe Erlebnisse
Im Gegensatz zu Festivals, die sich um eine einzige große Bühne oder ein Festgelände drehen, verteilt sich Aldrei fór ég suður auf die Gemeindesäle, das Sportzentrum und andere kleine Veranstaltungsorte in ganz Ísafjörður. Die Räume füllen sich schnell, der Sound der verschiedenen Auftritte vermischt sich auch mal und das Publikum steht meist nur wenige Meter von den Künstlern entfernt. Es ist ein herrlich unkompliziertes Event ohne großen Produktionsaufwand – keine VIP-Bereiche, keine Absperrungen. Ein Teil des Reizes liegt darin, bekannten isländischen Musikern in einem Raum zuzusehen, der höchstens ein paar hundert Menschen fasst.
Warum Ostern in den Westfjords?
Das Osterwochenende überschneidet sich außerdem mit dem Ende der Skisaison in den Westfjords. Das Festival bietet Besuchern also die perfekte Gelegenheit, Live-Musik mit Skifahren im nahegelegenen Tungudalur oder Seljalandsdalur zu verbinden – oder einfach bei länger werdenden Tagen am Hafen spazieren zu gehen. Ende März oder April ist es in Ísafjörður noch kalt und es kann schneien. Dies ist also kein Strandurlaub in der Nebensaison, sondern die Chance, die Stadt von ihrer geselligsten Seite zu erleben, wenn Einheimische und isländische Besucher dieselben Säle füllen wie die Bands.
- Wann: Osterwochenende, Donnerstag bis Sonntag – die Termine verschieben sich jedes Jahr mit Ostern, schauen Sie also am besten vor Ihrer Reisebuchung auf der Website des Festivals (aldrei.is) vorbei
- Eintritt: Kostenlos für alle Konzerte
- Veranstaltungsorte: Verteilt im Zentrum von Ísafjörður – Gemeindesäle, das Sportzentrum und andere kleine Innenräume, die alle bequem zu Fuß erreichbar sind
- Anreise: Flug von Reykjavík nach Ísafjörður (ca. 40 Minuten) oder Fahrt mit dem Auto von Reykjavík aus (ca. 5–6 Stunden, je nach Route und winterlichen Straßenverhältnissen)
- Mitzubringen: Warme Kleidung im Zwiebellook und wasserfeste Schuhe – die Veranstaltungsorte liegen zwar nah beieinander, aber das Osterwetter in den Westfjords ist unberechenbar, und es muss mit Schnee oder Schneeregen gerechnet werden
Wo Sie übernachten können
Das Ísafjörður Inn liegt mitten in der Stadt, nur wenige Gehminuten vom Hafen, dem Schwimmbad, Restaurants und den Sälen entfernt, in denen das Aldrei fór ég suður stattfindet. Das ist besonders praktisch an einem Festivalwochenende, wenn Sie ohne Auto schnell zwischen den Veranstaltungsorten wechseln oder kurz in Ihr warmes Zimmer zurückkehren möchten. Buchen Sie direkt auf Ourhotels.is für den besten Preis.
Foto: Gunnar Klack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.