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July 6, 2026 · Travel Tips

Nordlichter über Ísafjörður: Auf Nordlichtjagd in einer Kleinstadt in den Westfjords

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Green aurora borealis glowing over a dark Icelandic landscape at night

Wann Sie in Ísafjörður den Blick nach oben richten sollten

Die Nordlicht-Saison in Island dauert etwa von Ende September bis Anfang April – immer dann, wenn der Himmel dunkel und klar genug ist, damit sich die Lichter zeigen. Durch die nördliche Lage von Ísafjörður in den Westfjords sind die Winternächte hier besonders lang und dunkel. Die Polarlicht-Aktivität ist oft in den Monaten der Tag-und-Nacht-Gleiche (September–Oktober und März–April) am stärksten, da die geomagnetischen Bedingungen dann meist intensiver sind als in den tiefen Winterwochen. Egal in welchem Monat: Sie brauchen immer zwei Dinge gleichzeitig – eine von Sonnenwinden erzeugte Aurora und ein wolkenfreies Stück Himmel. Geduld ist daher wichtiger als jede vermeintlich „beste Nacht“.

Warum die Fjordwände eine Rolle spielen

Ísafjörður liegt auf einer Landzunge im Skutulsfjörður, eingerahmt von steilen Bergflanken, die direkt aus dem Wasser ragen. Diese dramatische Kulisse macht den besonderen Charakter des Ortes aus, verdeckt jedoch auch einen Teil des tiefen Nordhorizonts – genau dort, wo eine mäßige Aurora oft zuerst als schwacher, grüner Bogen erscheint. Vom Hafen oder den Straßen der Stadt aus sehen Sie das Spektakel unter Umständen erst, wenn es höher in den Himmel steigt. Eine kurze Autofahrt ändert das: Wenn Sie in Richtung Tungudalur fahren (etwa 8 Minuten vom Stadtzentrum entfernt), öffnet sich ein weiterer Blick auf den Himmel. Das Gleiche gilt für eine Fahrt entlang der Straße ins Djúp. Beide Optionen bescheren Ihnen mehr Sicht auf den Himmel, ohne dass Sie weit reisen müssen.

Dem Stadtlicht entkommen

Ísafjörður ist klein und die Lichtverschmutzung ist im Vergleich zu einer Großstadt minimal, aber Straßenlaternen und die Hafenbeleuchtung können schwächere Aktivitäten dennoch verblassen lassen. Wenn Sie ein paar Minuten über die Ortsgrenze hinausgehen oder ein kurzes Stück aus der Stadt herausfahren, verbessert sich die Sicht spürbar – besonders bei schwachen oder mäßigen Nordlichtern. Geben Sie Ihren Augen 10 bis 15 Minuten Zeit, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, und halten Sie Handydisplays und Autoscheinwerfer von Ihrer Blickrichtung fern.

  • Anfahrt: Tungudalur ist etwa 8 Autominuten vom Zentrum von Ísafjörður entfernt; die Straße entlang des Djúp bietet in der anderen Richtung einen ähnlich schnellen Zugang zum freien Himmel.
  • Timing: Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Nordlicht-Vorhersage des isländischen Wetteramtes (en.vedur.is) auf die Aktivitätsstufe und – ebenso wichtig – die Wolkenkarte.
  • Was Sie mitbringen sollten: Warme Kleidungsschichten, Mütze und Handschuhe, eine Stirnlampe mit Rotlichtfunktion und eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk – Sie werden womöglich eine Weile stillstehen.
  • Fahren im Winter: Die Straßen außerhalb der Stadt können nach Einbruch der Dunkelheit vereisen oder von Wind und Schnee beeinträchtigt werden. Prüfen Sie die Straßenverhältnisse (road.is) und fahren Sie nicht weiter, als es die Bedingungen sicher zulassen.

Wo Sie übernachten können

Das Ísafjörður Inn ist ein idealer Ausgangspunkt mitten im Ort. Hafen, Schwimmbad und Restaurants sind bequem zu Fuß erreichbar. So können Sie sich zwischen kurzen Ausflügen zu dunkleren Beobachtungspunkten in Tungudalur oder an der Djúp-Straße zwischendurch aufwärmen und die Vorhersage prüfen, anstatt im Dunkeln weite Strecken fahren zu müssen. Buchen Sie direkt auf Ourhotels.is, um sich den besten Preis zu sichern.

Foto: Carl Young via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

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