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July 6, 2026 · Travel Tips

Tangagata: Ísafjörðurs älteste Straße und ihre Holzhäuser

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Turnhúsið, a black-painted 18th-century timber building in the Neðstikaupstaður old harbour district of Ísafjörður, Iceland

Islands älteste Holzhäuser auf einer einzigen Sandzunge

Ísafjörður, die größte Stadt der Westfjords und das wichtigste Dienstleistungszentrum der Region, liegt auf Eyri, einer Sandzunge, die in den Skutulsfjörður hineinragt. Auf dieser flachen Landzunge entstand das älteste Viertel der Stadt, das vom modernen Zentrum aus bequem zu Fuß erreichbar ist – kein Auto, kein Bus, nur ein Paar Schuhe und etwa eine Stunde Zeit. Die Hauptattraktion ist die Architektur: Eine Ansammlung von Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sich in wenigen engen Gassen aneinanderreihen – ungewöhnlich dicht und für Island ungewöhnlich alt, da die meisten Holzgebäude hier vor langer Zeit niederbrannten, verrotteten oder ersetzt wurden.

Tangagata und das historische Straßennetz der Holzhäuser

Tangagata bildet das Rückgrat dieses historischen Altstadtviertels. Die Straße ist gesäumt von giebelständigen, wellblechverkleideten Holzhäusern, die größtenteils aus der Zeit zwischen den späten 1890er- und den frühen 1900er-Jahren stammen. Viele sind in den für diese Epoche typischen rötlich-braunen Tönen oder in Blau mit weißen Zierleisten gestrichen, und über einigen Türen ist noch das Baujahr zu sehen. Dies war die Blütezeit von Ísafjörður, als die Stadt dank des Herings- und Fischfangs zu den größten Islands gehörte. Die Häuser in der Tangagata und ihren Seitenstraßen wurden von Kaufleuten und Kapitänen erbaut, die sich echtes Holz anstelle von Torf für den Bau leisten konnten.

Neðstikaupstaður: Der Handelsplatz aus dem 18. Jahrhundert

Nur einen kurzen Spaziergang von der Tangagata entfernt, direkt am Wasser, liegt Neðstikaupstaður – der alte dänische Handelsplatz und die älteste erhaltene Ansammlung von historischen Holzgebäuden in Island. Krambúð stammt aus dem Jahr 1757, Faktorshúsið aus dem Jahr 1765 und Turnhúsið aus den Jahren 1784–85; im Tjöruhúsið von 1781 ist heute ein Restaurant untergebracht. Das Turnhúsið beherbergt heute das Westfjords Heritage Museum. Ein Besuch lässt sich wunderbar mit dem Spaziergang verbinden, denn die Ausstellungen über Fischerei und Schiffbau erklären anschaulich, warum gerade dieser Hafen und kein anderer Ort in den Westfjords zu einer blühenden Handelsstadt heranwuchs.

  • Anreise: Sowohl Neðstikaupstaður als auch Tangagata sind in 10 bis 15 Minuten zu Fuß vom Stadtzentrum und dem Hafen aus erreichbar.
  • Dauer: Etwa 45–60 Minuten für einen entspannten Rundgang durch beide Viertel, mit Museumsbesuch entsprechend länger.
  • Mitzubringen: Festes Schuhwerk für unebenes Pflaster und eine windfeste Jacke, da die Landzunge dem Wind des Fjords ungeschützt ausgesetzt ist.
  • Beste Zeit: Für den Spaziergang im Freien eignet sich das Tageslicht am besten; informieren Sie sich über die Öffnungszeiten des Westfjords Heritage Museum, bevor Sie einen Besuch im Inneren des Turnhúsið planen.
  • Kosten: Der Spaziergang durch die Straßen und die Besichtigung der Außenfassaden sind kostenlos.

Wo Sie übernachten können

Das Ísafjörður Inn liegt mitten im Stadtzentrum in der Sundstræti. Es ist so nah an der Tangagata und Neðstikaupstaður gelegen, dass Sie die Altstadt ganz bequem und ohne Auto direkt von der Haustür aus erkunden können. Buchen Sie direkt auf Ourhotels.is, um sich den besten Preis zu sichern.

Foto: Christian Bickel (Fingalo) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 DE.

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