Inhalt überspringen
Einblicke von Einheimischen – authentische, lokale Hotels in Island.
← All travel tips
July 6, 2026 · Travel Tips

Djúpalónssandur & Dritvík: Der schwarze Kieselstrand und die Hebesteine

By
The four traditional lifting stones on the black pebble beach at Djúpalónssandur, Iceland

Djúpalónssandur ist eine Bucht aus schwarzen, runden Lavakieseln an der Südwestspitze der Halbinsel Snæfellsnes, mitten im Snæfellsjökull-Nationalpark. Es ist einer der wenigen Strände an dieser Küste, an dem man zwischen bizarren Lavaformationen direkt hinunter zur Brandung spazieren kann. Zwei Besonderheiten heben diesen Ort von anderen schwarzen Stränden Islands ab: die verstreuten, verrosteten Eisenteile eines Schiffswracks und vier Steine, mit denen einst die Kraft der Fischer auf die Probe gestellt wurde.

Die vier Hebesteine

Am oberen Ende des Strandes liegen vier runde Steine, bekannt als Steinatök. Jeder trägt einen Namen, der sich auf sein Gewicht bezieht: Fullsterkur („vollstark“, ca. 154 kg), Hálfsterkur („halbstark“, ca. 100 kg), Hálfdrættingur („Schwächling“, ca. 54 kg) und Amlóði („Nichtsnutz“, ca. 23 kg). Früher arbeiteten Fischercrews in dieser Bucht, und die Fähigkeit eines Mannes, den Hálfsterkur auf ein Felsband zu heben, war traditionell die Mindestanforderung, um als Decksmann angeheuert zu werden. Amlóði – der leichteste – war Berichten zufolge der Stein für diejenigen, die nicht mehr schafften, was als Makel für ihren Ruf galt. Besucher versuchen sich auch heute noch an allen vieren; den Fullsterkur anzuheben ist eine echte Kraftleistung und kein bloßes Fotomotiv.

Das Wrack der Epine

Ganz in der Nähe liegen verrostete Eisenteile der Epine GY7 im Sand verstreut, eines britischen Trawlers, der in der Nacht des 13. März 1948 an den Klippen östlich von Dritvík zerschellte. Vierzehn Besatzungsmitglieder kamen bei dem Unglück ums Leben; fünf konnten von örtlichen Rettungsteams mitten in einem Schneesturm gerettet werden. Die Überreste stehen als historisches Denkmal unter Schutz – bitte bewegen oder entfernen Sie keines der Eisenteile. Die Wrackteile und die Steine machen Djúpalónssandur zu gleichen Teilen zu einer Gedenkstätte wie zu einem landschaftlichen Highlight.

Djúpalónsperlur: Die schwarzen Perlen

Die Kieselsteine des Strandes sind im Volksmund als Djúpalónsperlur oder „Perlen von Djúpalón“ bekannt – glatt, schwarz und von der jahrhundertelangen Brandung am Lavagestein rund geschliffen. Das Sammeln ist verboten – sowohl zum Schutz des Strandes als auch, weil das Mitnehmen von Steinen aus isländischen Naturschutzgebieten gegen die Parkregeln verstößt. Nehmen Sie Fotos mit, keine Souvenirs.

  • Anfahrt: ca. 75–90 Minuten Fahrt von Stykkishólmur über die Südseite der Halbinsel Snæfellsnes und die Route 574, im Snæfellsjökull-Nationalpark
  • Parken: kostenloser Parkplatz am Ausgangspunkt des Wanderwegs
  • Spaziergang: kurzer, gut markierter Weg hinunter zum Strand, ca. 10–15 Minuten für den Hin- und Rückweg zum Ufer, länger, wenn Sie bis zur benachbarten Bucht Dritvík weitergehen
  • Mitzubringen: festes Schuhwerk für loses Lavagestein und Kiesel, winddichte Kleidung – diese Küste ist sehr ungeschützt
  • Zeitaufwand: Planen Sie 45–60 Minuten ein, um die Steine, das Wrack und den Strand ohne Hektik zu erkunden
  • Regeln: Keine Kieselsteine mitnehmen und die Eisenteile des Wracks nicht berühren oder bewegen – beides steht unter Schutz

Übernachtungstipp

Das Stykkishólmur Inn befindet sich in der wunderschön zu Fuß erkundbaren Altstadt an der Nordküste von Snæfellsnes und ist der ideale Ausgangspunkt für eine Tagestour rund um die Halbinsel bis nach Djúpalónssandur, bevor Sie zum Abendessen zurückkehren. Buchen Sie direkt auf Ourhotels.is, um sich den besten Preis zu sichern.

Foto: Chris 73 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.

Check rates Best rate from 19,000 ISK