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July 6, 2026 · Travel Tips

Beeren sammeln in Westisland: Blaubeeren & Krähenbeeren in Hülle und Fülle

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Ripe blue-black bog bilberries (Vaccinium uliginosum) on low green shrubs in autumn in Iceland.

Von etwa Mitte August bis in den September hinein verwandelt sich die Heidelandschaft rund um Hvítárbakki in Borgarfjörður in eine flache, weitläufige Speisekammer. Zwei Wildbeeren spielen dabei die Hauptrolle: aðalbláber (Moorbeere, eine kleine blau-schwarze Beere mit dunkelrotem Fruchtfleisch) und krækiber (Krähenbeere, eine glänzende schwarze Beere auf nadelkrautartigen Teppichen). Beide wachsen nur einen kurzen Spaziergang von den umgebauten Expeditionstrucks entfernt, und das Pflücken einer Tasse voll kostet Sie nichts außer einer Stunde Ihres Nachmittags.

Was wann reif ist

Die Beerensaison in Westisland dauert von etwa Mitte August bis zum ersten starken Nachtfrost, der oft Mitte bis Ende September einsetzt. Ende August ist meist der ideale Zeitpunkt: Die Moorbeeren sind dunkel und weich geworden, und Krähenbeeren gibt es in Hülle und Fülle. Moorbeeren sind die süßeren und saftigeren der beiden und färben die Finger violett. Krähenbeeren wiederum sind herber und fester – sie schmecken besser im Skyr oder als Saft verarbeitet, als wenn man sie direkt handvoll isst. Sobald der erste strenge Frost einsetzt, schließt sich das Zeitfenster für die Ernte schnell. Nutzen Sie also die milden Tage.

Wo Sie rund um die Trucks suchen sollten

Moor- und Krähenbeeren bevorzugen unberührte Heidelandschaften, Birkengebüsch und ältere Lava – all das umgibt das Hvítá-Tal. Sie müssen also nicht weit gehen. Für einen längeren Ausflug können Sie etwa 40 Minuten talaufwärts in Richtung Húsafell und den dortigen Lavafeldern fahren, wo dieselben niedrigen Sträucher den Boden zwischen den Birken wie ein Teppich bedecken. Suchen Sie eher an sanften, trockeneren Hängen als in feuchten Senken, und halten Sie zuerst an den sonnigeren Seiten Ausschau, da die Beeren dort meist ein paar Tage früher reif sind.

Der isländische Brauch und das richtige Benehmen beim Pflücken

In Island gibt es ein traditionelles Jedermannsrecht, und das Pflücken von Beeren für den Eigenbedarf auf unbewirtschaftetem öffentlichem Land gehört fest dazu. Die Etikette ist einfach: Auf nicht eingezäuntem, unbewirtschaftetem Land abseits von Höfen dürfen Sie Beeren für den persönlichen Verzehr frei pflücken. Auf privatem oder landwirtschaftlich genutztem Land ist die Regel strenger: Sie dürfen Beeren direkt vor Ort naschen, sollten sie aber nicht ohne die Erlaubnis des Eigentümers mitnehmen. Meiden Sie im Zweifelsfall eingezäunte Grundstücke sowie die Nähe von Wohnhäusern und fragen Sie einfach kurz nach. Nehmen Sie nur so viel mit, wie Sie tatsächlich verbrauchen, lassen Sie reichlich für die nächsten Gäste und die Vögel übrig, und achten Sie darauf, das Moos nicht zu zertreten, da es nur sehr langsam nachwächst.

  • Anfahrt: Die Heidelandschaft liegt direkt um die Trucks herum; die Lavafelder von Húsafell erreichen Sie in etwa 40 Autominuten talaufwärts im Hvítá-Tal.
  • Dauer: Planen Sie 1 bis 2 Stunden ein; eine ganze Tasse Moorbeeren zu sammeln, erfordert etwas Geduld.
  • Mitzubringen: Ein Gefäß oder eine Tasse, wasserfeste Stiefel und eine winddichte Jacke. Sie benötigen weder eine Genehmigung noch eine spezielle Ausrüstung.
  • Beste Zeit: Mitte August bis September, vor dem ersten starken Frost; ideal ist ein trockener, milder Nachmittag.

Unterkunft

Übernachten Sie in den Hvítá Trucks. Die umgebauten Expeditionstrucks stehen direkt am Ufer der Hvítá auf genau der Heidelandschaft, auf der auch die Beeren wachsen. So beginnt das morgendliche Pflücken direkt vor Ihrer Haustür und nicht erst nach einer Autofahrt. Waschen Sie Ihre Moorbeeren, rühren Sie sie unter Ihren morgendlichen Skyr, und schon wird aus einem kostenlosen Spaziergang ein echtes kulinarisches Urlaubserlebnis. Buchen Sie direkt auf Ourhotels.is, um sich den besten Preis zu sichern.

Foto: Axel Kristinsson aus Reykjavík, Island via Wikimedia Commons, CC BY 2.0.

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