Wann ist die beste Reisezeit für Island? Ihr Guide für jede Jahreszeit

So planen Sie Ihr perfektes Island-Abenteuer
Die Entscheidung, wann die beste Reisezeit für Island ist, kann einen fast überfordern – jede Jahreszeit hat ihren ganz eigenen, völlig unterschiedlichen Charme. Ob Sie nun der Mitternachtssonne hinterherjagen oder darauf hoffen, die Polarlichter zu erblicken: Wir helfen Ihnen herauszufinden, welche Saison am besten zu Ihnen passt. Von den blühenden Lupinen im Frühling bis hin zu den gefrorenen Wasserfällen im Winter – das erwartet Sie im Laufe des Jahres.
Nordlicht-Saison vs. Mitternachtssonne-Saison
Wenn Sie Ihre Reise speziell nach dem Licht planen – sei es, um die Nordlichter zu sehen oder das endlose Tageslicht auszukosten –, lässt sich das isländische Jahr perfekt in zwei Phasen unterteilen:
- Nordlicht-Saison (Ende September bis Anfang April): Lange Nächte, ein klarer Himmel und minimale Lichtverschmutzung in Westisland und den Westfjords bieten die besten Chancen. Planen Sie Ihre Reise um die Neumondphase herum, um den dunkelsten Himmel und den stärksten Kontrast zu erleben.
- Mitternachtssonne-Saison (Mitte Mai bis Ende Juli): Fast 24 Stunden Tageslicht mit einem goldenen Schimmer, der stundenlang anhält – ideal für Wanderungen am späten Abend und Fotografie, ganz ohne Eile vor dem Sonnenuntergang.
In unserer Übersicht nach Jahreszeiten erfahren Sie weiter unten, was Sie sonst noch erwartet und was Sie für die Übergangszeiten einpacken sollten.
Frühling (April–Mai)
Der Frühling bringt schmelzenden Schnee, blühende Lupinen und weniger Besucherströme. Es ist die ideale Zeit, um Island abseits des sommerlichen Trubels zu erkunden. Die Wasserfälle zeigen sich von ihrer spektakulärsten Seite, wenn das Schmelzwasser durch sie hindurchschießt, und an den Küsten und Seeufern treffen die ersten Zugvögel ein.
Zu den Highlights im Frühling gehören:
- Das Erkunden tauender Wasserfälle wie Gullfoss, die reichlich Schmelzwasser führen
- Wandern im Þingvellir National Park, bevor die Sommergäste anreisen
- Beobachten von Zugvögeln rund um den Lake Mývatn und in den Küstenregionen
Das gehört ins Gepäck: Leichte Kleidungsschichten (Zwiebellook), eine wasserdichte Jacke und feste Wanderschuhe. Wir empfehlen eine Reisedauer von 5–7 Tagen, um den Golden Circle, Westisland und die Snæfellsnes Peninsula zu erkunden.
Sommer (Juni–August)
Endloses Tageslicht und mildere Temperaturen machen den Sommer zu Islands beliebtester Jahreszeit. Dank der Mitternachtssonne können Sie noch um 23 Uhr wandern oder Wasserfälle weit nach dem Abendessen im goldenen Licht fotografieren. Die Straßen sind vollständig befahrbar, was den Sommer zur besten Zeit für ausgiebige Roadtrips macht.
Zu den Highlights im Sommer gehören:
- Die Mitternachtssonne – perfekt für Wanderungen und Fotografie am späten Abend
- Walbeobachtungen ab Stykkishólmur, Ísafjörður oder Húsavík
- Ein Roadtrip auf der Ring Road oder ein Abstecher in die abgelegenen Westfjords
Das gehört ins Gepäck: Atmungsaktive Schichten, Sonnencreme und Insektenschutz gegen die gelegentlich auftretenden Zuckmücken. Bei einer Reise von 7–10 Tagen können Sie sowohl die Westfjords als auch Westisland in aller Ruhe erleben.
Herbst (September–Oktober)
Wenn sich die Landschaft in feurige Orange- und Rottöne verwandelt, bricht eine unserer absoluten Lieblingsjahreszeiten an. Die Nordlichter zeigen sich wieder am Himmel, die Besucherzahlen sinken und das ganze Land hüllt sich in eine gemütliche Atmosphäre. Es ist zudem eine wunderbare Zeit, um die saisonale isländische Küche zu genießen.
Zu den Highlights im Herbst gehören:
- Die Suche nach Nordlichtern bei deutlich weniger Tourismus
- Vogelbeobachtung während der herbstlichen Zugzeit
- Der Genuss saisonaler isländischer Küche in lokalen Restaurants und Gasthäusern
Das gehört ins Gepäck: Warme Funktionsunterwäsche, eine Daunenjacke, Wollsocken und ein stabiles Kamerastativ. Bei einem 5-tägigen Aufenthalt können Sie Reykjavík und die Snæfellsnes Peninsula erkunden und einen Abstecher in die Westfjords machen.
Winter (November–März)
Verschneite Landschaften und lange Nächte verwandeln Island in ein magisches Winterwunderland. Dies ist die absolute Hauptsaison für Nordlichter, und Islands Gletscher und Eishöhlen sind jetzt am besten zugänglich. Das Land zeigt sich von einer ruhigeren, intimeren Seite, wenn der Schnee die Berge und Fjorde zudeckt.
Zu den Highlights im Winter gehören:
- Eishöhlentouren im Langjökull und in anderen Gletschern
- Entspannen in geothermalen Bädern unter dem Sternenhimmel
- Das Fotografieren von gefrorenen Wasserfällen und schneebedeckten Landschaften
Das gehört ins Gepäck: Ein gut gefütterter Parka, Thermo-Unterwäsche, wasserfeste Stiefel und warme Handschuhe. Wir empfehlen 6–8 Tage, um die Jagd nach den Nordlichtern perfekt mit der Erkundung von Westisland und der Snæfellsnes Peninsula zu verbinden.
Wie lange sollten Sie bleiben?
Für ein rundum gelungenes Island-Erlebnis empfehlen wir eine Reisedauer von 7–10 Tagen. So haben Sie genügend Zeit, um den Golden Circle zu erkunden, einen Abstecher auf die Snæfellsnes Peninsula oder in die Westfjords zu machen und dennoch genügend Ruhepausen zu haben, um in heißen Quellen zu entspannen und die lokale Kultur zu genießen. Wenn Sie weniger Zeit haben, reichen schon 5 Tage aus, um einen wunderbaren Eindruck davon zu bekommen, was Island so besonders macht.
Bereit für die Reiseplanung?
Egal, welche Jahreszeit Sie anspricht – wir sind hier, um Ihnen die perfekte Ausgangsbasis für Ihr Island-Abenteuer zu bieten. Ob Sie nun Westisland, die Snæfellsnes Peninsula oder die abgelegenen Westfjords erkunden: Unsere Hotels bieten Ihnen genau den Komfort und den lokalen Charme, den Sie nach einem erlebnisreichen Tag brauchen.